„Das echte Handwerk fehlt“ – Andy Borg kritisiert KI-Musik und sorgt für Diskussion im Schlager

Der Schlagerstar gehört seit Jahrzehnten zu den festen Größen des deutschsprachigen Schlagers. Doch der Entertainer blickt mit gemischten Gefühlen auf die aktuelle Entwicklung der Musikbranche. Besonders der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Musikproduktion bereitet ihm Sorgen.

Beim Frauentags-Konzert im thüringischen Suhl wurde Andy Borg kürzlich eine besondere Ehre zuteil: Der Sänger erhielt die „Goldene Stimmgabel Thüringens“.

Die Auszeichnung würdigt seine langjährigen Verdienste für den Schlager. Für Borg kam die Ehrung überraschend – umso größer war seine Freude, als das Publikum ihn mit stehenden Ovationen feierte.

Gerührt bedankte er sich direkt bei den Fans und betonte, dass solche Preise ohne das Publikum nicht möglich wären. Für ein Erinnerungsfoto drehte er sich sogar zum Saal um, um die Menschen hinter ihm mit auf das Bild zu bekommen.

Der Preis hat für Borg eine besondere Bedeutung. Die Stimmgabel – ein klassisches Werkzeug zur Bestimmung des richtigen Tons – steht für ihn symbolisch für echtes musikalisches Handwerk.

Der Schlagerstar interessiert sich sogar für die technischen Details hinter der Herstellung. Als gelernter Mechaniker faszinieren ihn Materialien, Legierungen und der genaue Grundton der Stimmgabel. Gerade deshalb sieht er die Auszeichnung als etwas „Sinnvolles“, das direkt mit Musik und handwerklicher Präzision verbunden ist.

Im Gespräch äußerte Borg auch deutliche Kritik an aktuellen Entwicklungen in der Branche. Immer häufiger würden Songs mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt – von Texten bis hin zu Gesangsstimmen.

Für den Sänger ist das eine bedenkliche Entwicklung. Er schätzt die Zusammenarbeit mit echten Komponisten, Textern und Produzenten – Menschen, die Musik mit Leidenschaft und Erfahrung erschaffen.

Die Möglichkeit, Songs einfach per KI generieren zu lassen, sieht er deshalb kritisch. Für Borg steht fest: Musik lebt von Gefühl, Persönlichkeit und handwerklichem Können.

Mit seinen Aussagen spricht Andy Borg ein Thema an, das derzeit viele Musiker beschäftigt. Während neue Technologien immer mehr Einfluss auf die Musikproduktion nehmen, stellt sich für traditionelle Künstler die Frage, wie viel Technik der Schlager verträgt.

Für Borg bleibt klar: Die Seele der Musik entsteht nicht im Algorithmus, sondern im Zusammenspiel von Künstlern, Ideen und echten Emotionen.

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ANDY BORG